Hand holding credit card
Veröffentlicht von Oliver Polenz in Ratgeber am 10. September, 2016 um 14:03 Uhr

Kreditkarten für Millionäre: So bezahlen Super-Reiche!

Kreditkarten waren einst ein Prestigeobjekt. Inzwischen hat sie fast jeder im Portemonnaie. Doch Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte. Noch immer gibt es Karten, die ein Hauch Luxus umgibt. Sie werden für Superreiche ausgestellt und begeistern durch eine mondäne Optik sowie ein herausragendes Leistungsangebot.

Dies sind die Kreditkarten für Superreiche

Der Markt an Kreditkarten ist umfangreich. Luxus-Kreditkarten gibt es hingegen nicht so viele, da sie nur für die sehr reichen Bürger dieser Welt bestimmt sind. Dazu gehört beispielsweise die American Express Centurion, die in einem betörenden Schwarz gehalten ist. In einem eleganten, dunklen Silberton präsentiert sich die Palladium Visa Card aus dem Hause J.P. Morgan. Aufsehen auf dem Verkaufstresen dürften auch die Barclay Black Card und die ebenfalls schwarze Citibank Ultima Card erregen.

Weniger bekannt aber nicht weniger exklusiv sind die Visa Stratus Rewards Card sowie die Coutts World Silk Card. Für Reichtum spricht zudem die Schwarze MasterCard der Santander Bank, die Visa Infinite Card und die Dubai First Royale MasterCard. Für pure Exklusivität steht außerdem die UBS Excellence. Die Luxus-Kreditkarte für Vielflieger ist die Lufthansa Miles & More Credit Card Gold.

 

Schön, teuer und leistungsstark: die Luxus-Kreditkarte

Warum gibt es eigentlich die Luxus-Kreditkarte? Was macht diese Karte für Millionäre so reizvoll? Reicht ihnen keine reguläre Kreditkarte aus? Fragen über Fragen zur Einzigartigkeit dieser Karten mögen im Kopf der „Normalsterblichen“ auftauchen. Ein Blick auf die Geschäftsbedingungen und Leistungen dieser Kreditkarten beantwortet sie jedoch zufriedenstellend.

So kommt die Luxus-Karte in erster Linie dem Wunsch nach etwas Besonderem und Exklusiven nach. Mit ihr können sich die Millionäre in einem weiteren Punkt gegenüber der breiten Masse absetzen. Immerhin werden viele der Karten nicht an jeden vergeben, sondern sie erfordern ein hohes Mindesteinkommen bzw. Mindestvermögen.

Häufig kann die Luxus-Kreditkarte auch nicht beantragt werden, sondern Superreiche werden von der herausgebenden Bank angesprochen. Diese Karten zeigen demnach: Ich gehöre zum Kreis der Auserwählten. Diese bekannte Verknappungsstrategie macht die Karten äußerst elitär. Ihre Optik verstärkt dies.

Sie sind in der Regel in Silber, Gold oder Schwarz und scheinen im Portemonnaie gar zu funkeln. Die Dubai First Royale MasterCard ist sogar mit echtem Gold und Diamanten bestückt. Die Palladium Visa Card ist aus reinem Palladium und Gold. Ein weiteres Beispiel für eine besonders hochwertig gefertigte Luxus-Kreditkarte für Superreiche ist die VISA Infinite der Sberbank, welche aus purem Gold und mit 26 Diamanten gefertigt wird. Für Millionäre ist Prestige natürlich nicht alles. Sie fordern auch Leistung, weswegen der Servicekatalog dieser exzeptionellen Kreditkarten außergewöhnlich umfangreich ist.

 

Millionäre verlangen viel: Leistungen der Luxus-Kreditkarte

Luxus-Kreditkarten heben sich von ihrem Leistungsangebot deutlich von den regulären Visa- oder Mastercard-Karten ab. Zu den Leistungen können gehören:

  • persönliche Betreuung an Flughäfen rund um den Globus
  • ausgedehnte Versicherungsleistungen
  • Conciergeservice
  • Reiseplanung inklusive Souvenirs für die Familie des Kartenbesitzers
  • First-Class-Zugang zu zahlreichen Hotels
  • kostenfreies Anmieten ausgewählter Boote, Autos und Jets
  • Vorzüge bei Hotelbuchungen
  • Preisnachlässe bei Flügen und Hotelbuchungen
  • Beratung durch Lifestyle-Experten
  • Zugang zu exklusiven Events

Erwähnenswert ist außerdem, dass es mit diesen Karten kein Limit hinsichtlich der Ausgaben gibt. Wer mit seiner regulären Kreditkarte einen sehr hohen Betrag entrichten möchte, kann dies in der Regel nicht tun. Die Kreditkarten sind aus Sicherheitsgründen nur für einen bestimmten Maximalbetrag vorgesehen. Luxus-Kreditkarten hingegen gehen auf die Millionäre ein und erlauben ihnen ein grenzenloses Shoppen.

Mit diesen Karten können problemlos Häuser und Jachten bezahlt werden. Die teuerste Transaktion, die jemals mit einer schwarzen Kreditkarte beglichen worden und bekannt geworden ist, tätigte übrigens ein Chinese. Der Geschäftsmann Liu Yigian kaufte mit seiner Luxus-Kreditkarte eine Teetasse aus der Zeit der Ming-Dynastie. Die Rechnung belief sich auf rund 33 Millionen Euro: kein Problem für die Luxus-Karte.

 

Wie hoch sind die Kosten für eine Luxus-Kreditkarte?

Ähnlich wie bei den Angeboten für Normalsterbliche unterscheidet sich die Jahresgebühr von Luxus-Karte zu Luxus-Karte erheblich. Die Lufthansa Miles & More Credit Card Gold kostet beispielsweise nur 110 Euro im Jahr, aber sie gehört auch nicht zu den Karten der Superreichen.

Für die American Express Platinum werden 600 Euro fällig. Die schwarze MasterCard World Signia ist mit 800 Euro Jahresgebühr nur unverhältnismäßig teurer, aber dafür wird ein Jahresumsatz von rund 500.000 bis 1.000.000 Euro vorausgesetzt. Stolze 2.000 Euro müssen Millionäre für die begehrte American Express Centurion pro Jahr zahlen. En Jahresumsatz von 500.000 Euro wird ebenfalls verlangt. Im ersten Beitragsjahr werden für die Visa Infinite Card der kasachischen Sberbank gar 100.000 US-Dollar an Gebühr fällig. 65.000 Dollar davon sind für die Ausstellung der Karte, die aus reinem Gold gefertigt und mit Diamanten und Perlen veredelt wird. Die restlichen 35.000 Dollar stellen die Jahresgebühr dar. Doch Millionäre können aufatmen: Ab dem zweiten Jahr beträgt die Jahresgebühr nur noch 2.000 Euro.

Natürlich kommen zu den jährlichen Gebühren auch noch die regulären Kosten, die bei Transaktionen je nach Gebührenkatalog des Finanzinstituts anfallen können. Über diese Prozente dürften sich die Banken und Kreditkartengesellschaften besonders freuen. Immerhin generieren die Superreichen mit diesen Karten Jahresumsätze, die die Gebühren umso attraktiver machen.


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