Thailand's National Flag Close Up
Veröffentlicht von Oliver Polenz in Ratgeber am 13. Juni, 2016 um 9:35 Uhr

Geld abheben in Thailand

Thailand gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen, nicht wenige entscheiden sich sogar wiederholt für eine Reise in das asiatische Land. Dafür gibt es auch viele gute Gründe. Thailand überzeugt mit einer Vielzahl an Erlebnismöglichkeiten, von endlosen traumhaft schönen Stränden über die pulsierende Großstadt Bangkok bis hin zu unzähligen Kulturstätten. Erfreulich ist dabei, dass Thailand auch ein vergleichsweise günstiges Reiseland ist.

Besuche von Restaurants, Veranstaltungen oder einfach nur die Lebenshaltung reißen daher kein allzu großes Loch in die eigene Reisekasse. In jedem Fall müssen Reisende sich aber in irgendeiner Form mit der Landeswährung eindecken.
 

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Der Thai Baht – Thailands Währung

In Thailand kommt für Zahlungen die eigene Währung Thai Baht zum Einsatz, abgekürzt auch als THB bekannt. Unterteilt ist dieser noch in 100 Satang, allerdings ist der Wert so gering, dass dies im normalen Alltag kaum eine Rolle spielt. Im Umlauf sind folgende Münzen und Scheine.

  • Münzen: 25, 50 Satang; 1, 2, 5, 10 Baht
  • Scheine: 20, 50, 100, 500, 1.000 Baht

Bargeld kann unkompliziert an zahlreichen Wechselstuben eingelöst werden. Die Thailänder kennen sich in den meisten Orten bestens mit Tourismus aus und sind deshalb auch gut darauf vorbereitet. Reisende freuen sich daher fast immer über aktuelle Umrechnungskurse. Allerdings ist auch mit Gebühren beim Wechseln zu rechnen.

Diese fallen jedoch auch bei einem Umtausch hierzulande an. Es macht daher keinen nennenswerten Unterschied, ob Bargeld vor oder nach Reiseantritt umgetauscht wird. Ein Euro entspricht derzeit etwa 40 Baht, wenngleich der genaue Kurs natürlich immer gewissen Schwankungen ausgesetzt ist.

 

Geld abheben nur gegen Gebühr

Überall in Thailand finden sich Geldautomaten, an denen sich Reisende per EC- oder Kreditkarte Bargeld auszahlen lassen können. Allerdings ist dies mit einer Karte aus dem Ausland nie ohne Gebühren möglich. Die meisten Automaten verlangen dafür eine Gebühr von etwa 200 Baht, was zirka fünf Euro entspricht. Dabei ist es auch unerheblich, ob es sich um einen kleinen oder größeren Betrag handelt. Einzige Ausnahme sind AEON Geldautomaten, die sich zum Beispiel in großen Einkaufszentren wie Terminal 21 finden. Hier werden für eine Abhebung nur 150 Baht fällig.

Zusätzlich zu den Gebühren der thailändischen Kreditinstitute müssen Reisende auch mit einer Gebühr der eigenen Hausbank rechnen, die sich in der Regel im Rahmen von fünf bis zehn Euro bewegt. Im schlimmsten Fall können also für eine einzelne Abhebung Gebühren in Höhe von 15 Euro entstehen. Aus diesem Grund ist es ratsam, das Verfügungslimit auszureizen.

Wenige große Abhebungen verursachen deutlich weniger Kosten als häufige Verfügungen von kleinen Beträgen. Allerdings ist das Verfügungslimit in Thailand nicht besonders hoch und bewegt sich je nach Bank zwischen 10.000 und 20.000 Baht, was einem Gegenwert von 230 bis 460 Euro gleichkommt.

Etwas günstiger ist das Geld abheben mit einer Reisekreditkarte, welche bei einigen deutschen Banken mittlerweile kostenlos erhältlich sind. Dabei werden beim Auslandseinsatz keine zusätzlichen Gebühren berechnet, egal ob innerhalb oder außerhalb der EU. Da eine solche Karte sich auch in Deutschland verwenden lässt, wird sie nach der Reise auch nicht nutzlos und kann beispielsweise als Zweitkarte verwendet werden. Auch das Bezahlen im Internet ist mit einer solchen Karte problemlos möglich.

 

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Gebührenfallen beim Geld abheben in Thailand umgehen

Prinzipiell müssen Reisende bei Geldautomaten nicht mit allzu heftigen Gebührenfallen rechnen. Die bereits genannten Gebühren werden vor der Auszahlung in jedem Fall genannt und jeder weiß, worauf er sich einlässt. Einen Stolperstein gibt es jedoch mit Blick auf den Umrechnungskurs von Euro zu Baht.

Bei den meisten Geldautomaten ist die Dynamic Currency Conversion (DCC) per Standard aktiviert. Dieses System garantiert eine Umrechnung von Fremdwährungen zu Baht, allerdings zu einem alles andere als optimalen Kurs.

Die Erfahrung zeigt, dass der Umrechnungskurs etwa 10 % schlechter ausfällt als beim offiziellen Kurs. DCC sollte deshalb vom Nutzer in jedem Fall abgewählt werden. Dies muss jedoch aktiv geschehen, es gibt bei vielen Automaten keine explizite Nachfrage. Ebenfalls auf DCC zu achten ist bei allen bargeldlosen Zahlungen, ganz gleich ob in Geschäften, Hotels oder Restaurants.

 

Sicher mit Geld in Thailand unterwegs

Thailand gilt allgemein als ein sehr sicheres Reiseland. Abgesehen von einigen Tumulten und Demonstrationen in der Hauptstadt ist Kriminalität gegen Touristen kaum ein Thema. Dennoch ist es sinnvoll, sich an einige grundlegende Vorsichtsmaßnahmen zu halten. Dazu gehört, nie zu viel Bargeld mit sich zu nehmen.

Es sollte immer nur so viel im Porte-monnaie bleiben, wie gerade nötig ist. Der Rest lässt sich sicher in einem Hotelsafe verwahren. Darüber hinaus sind sämtliche EC- und Kreditkarten immer getrennt von der jeweiligen PIN aufzubewahren. Am besten ist es ohnehin, wenn die Geheimzahlen nur im Kopf des Besitzers existieren. Auf diese Weise entstehen im Falle eines Diebstahls keine allzu großen Schäden.

Ein recht verbreitetes Phänomen in Thailand ist das sogenannte Skimming. Dabei werden Geldautomaten in spezieller Weise manipuliert, um an die Daten der Nutzer zu kommen. Um sich davor zu schützen, sollte jeder vor dem Abheben von Bargeld das Einschubfach für EC- und Kreditkarten genau überprüfen. Gibt es hier irgendwelche Anzeichen dafür, dass sich ein Dritter daran zu schaffen gemacht hat, so ist der Gang zum nächsten Automaten zu empfehlen.

Sollte trotz aller Vorsicht mal eine Karte verloren gehen oder werden merkwürdige Transaktionen auf den eigenen Konten festgestellt, ist dies noch kein Grund zur Panik. Für solche Fälle gibt es eine Notrufnummer, die speziell für das Sperren von Karten gedacht ist.

Kunden aller deutschen Kreditinstitute können dort schnell und unkompliziert ihre Karte sperren lassen und dadurch Folgeschäden vermeiden. Die Hotline ist auch aus dem Ausland erreichbar, es muss dann lediglich die Landesvorwahl für Deutschland vorgewählt werden. Anbei die Nummern der Sperrhotline im Überblick:

  • Sperrung aus Deutschland: 116 116
  • Sperrung aus dem Ausland: +49 116 116 oder 0049 116 116

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