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Veröffentlicht von Oliver Polenz in Ratgeber am 14. Juni, 2016 um 15:15 Uhr

Geld abheben in den USA

Die USA sind auch als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bekannt und für Geschäftsreisende täglich ein beliebtes Ziel. Aber auch Reisende besuchen die Vereinigten Staaten nur zu gerne und erfreuen sich an der unglaublichen Vielfalt. Von pulsierenden Metropolen wie New York City über nahezu endlose Landschaften bis hin zu bedeutenden kulturellen Orten gibt es in Amerika (USA) so gut wie nichts, was es nicht gibt.

Geld abheben in Amerika – I need a Dollar

Bei einer Reise in die USA sind Besucher auf die Landeswährung angewiesen, den US-Dollar. Dieser ist gleichzeitig die wichtigste Währung der Welt und wohl jedem ein Begriff. Aufgrund seiner Verbreitung gestaltet sich der Umtausch sowohl im In- als auch im Ausland sehr unkompliziert. Die Währung ist bei allen Banken und Wechselstuben zu aktuellen Tageskursen erhältlich, allerdings werden für einen Umtausch auch Gebühren fällig. Der Dollar selbst ist in jeweils 100 Cent unterteilt und es sind verschiedene Münzen und Scheine in Umlauf, für die die Amerikaner sich einfallsreiche Namen ausgedacht haben.

  • Münzen: 1 Cent (Penny), 5 Cent (Nickel), 10 Cent (Dime), 25 Cent (Quarter), 50 Cent (Half Dollar), 1 Dollar (Buck)
  • Scheine: 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100 Dollar

Aktuell erhalten Besucher der USA für einen Euro etwas mehr als einen Dollar (Stand 14.06.2016). Der Kurs ist aber gerade mit Blick auf anhaltende Finanzkrisen starken Schwankungen ausgesetzt. Es lohnt sich daher, stets auf den Tageskurs zu achten.

 

Amerika: Das Land der Kreditkarten

Geld abheben ist in den USA grundsätzlich auch mit den in Deutschland verbreiteten EC-Karten möglich, allerdings bieten nur vergleichsweise wenig Geldautomaten diese Option an. Ein Gerät muss dafür über ein EC- oder Maestro-Logo verfügen. Wer sich für diese Option entscheidet, muss auch mit teils hohen Gebühren der eigenen Hausbank rechnen. In der Regel werden pro Abbuchung etwa 5 bis 10 Euro fällig, unabhängig von der Höhe des jeweiligen Betrags. Es ist daher sinnvoll, lieber wenige große Abhebungen zu tätigen, um Gebühren zu sparen.

Deutlich verbreiteter sind in den USA Kreditkarten. Sie kommen für so ziemlich alles zum Einsatz, auch zum Geld abheben. An den Automaten selbst werden dafür auch keine Gebühren erhoben, lediglich die Hausbank kann auch hier Gebühren für den Auslandseinsatz berechnen. Es ist aber in jedem Fall eine gute Idee, bei einer Reise in die USA eine Kreditkarte mitzunehmen, da diese dort eine schon fast extreme Verbreitung erfahren. In vielen Hotels und Restaurants wird sogar kein Bargeld mehr akzeptiert.

 

Tipp für USA: Santander Kreditkarte ohne Jahresgebühr und Fremdwährungsgebühr

 

Geld abheben in den USA ohne Gebührenfallen

Geld in Amerika abzuheben ist erfreulicherweise recht einfach möglich und auch mit keinen echten Gebührenfallen gespickt. Lediglich auf die Dynamic Currency Conversion müssen Reisende achten. Diese garantiert eine Umrechnung von Euro in Fremdwährungen, allerdings zu alles andere als optimalen Konditionen. Zumeist fällt der Umrechnungskurs hier etwa 10 Prozent schlechter aus als beim tatsächlichen Tageskurs. DCC sollte daher beim Abheben von Bargeld immer abgewählt werden. Zu beachten ist, dass dies durch den Nutzer selbst geschehen muss, da das System per Standard vorgewählt ist. Dies ist auch beim bargeldlosen Bezahlen der Fall.

Kosten für das Abheben von Bargeld fallen nur bei den allerwenigsten Geldautomaten an. Vor allem an Flughäfen und in großen Touristenzentren gibt es einige freie Geldautomaten, bei denen die Betreiber Gebühren verlangen. Diese lassen sich aber ohne Weiteres vermeiden, da meist nur einige Meter entfernt ein Automat einer großen Bank steht, bei dem sich Geld kostenlos abheben lässt.

Um auch die Gebühren der eigenen Hausbank zu umgehen, bietet sich eine Reisekreditkarte (Kreditkarten für Urlaub) an. Eine solche ist bei einigen Instituten kostenlos erhältlich und erlaubt weltweit das Abheben von Bargeld. Die Karte lässt sich nach einer Reise auch als Zweitkarte in Deutschland nutzen und es sind damit auch Zahlungen im Internet möglich.

 

Sicherer Umgang mit Geld in den USA

Die USA sind weithin für eine hohe Kriminalitätsrate bekannt. Es gibt dort zahlreiche Probleme und vor allem in sozial schwachen Wohngegenden werden auch Touristen häufig überfallen. Es ist daher ratsam, solche Bezirke so gut es geht zu vermeiden. Welche Gebiete besonders von Kriminalität betroffen sind, verrät ein Blick in das Internetangebot des Auswärtigen Amts.

In Großstädten gehört beim Umgang mit Bargeld genau wie in Deutschland eine Portion gesunder Menschenverstand zum Alltag. Am Geldautomaten ist darauf zu achten, die eigene PIN beim Eingeben zu verdecken und das Bargeld sollte so schnell wie möglich im Portemonnaie verschwinden. Außerdem sind EC- und Kreditkarten immer separat von ihren jeweiligen PIN-Nummern zu tragen. Letztere existieren im besten Fall nur im Kopf ihres Besitzers.

Wer sich von zwielichtigen Gestalten und Problembezirken fernhält, wird Amerika im Allgemeinen als ein sehr sicheres und gastfreundliches Land erfahren. Sollte aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mal eine Karte verloren gehen oder gestohlen werden, so ist dies kein Grund zur Panik. Zu allererst ist es in einem solchen Fall nötig, die betroffenen Karten zu sperren, um Folgeschäden zu vermeiden.

Möglich ist das mit einer eigens eingerichteten Hotline, die sämtliche Karten von deutschen Kreditinstituten mit sofortiger Wirkung sperren kann. Der Dienst ist auch aus dem Ausland erreichbar, es muss dann lediglich die deutsche Landesvorwahl vorgewählt werden. Im Folgenden die Nummern im Überblick:

  • Sperrung aus Deutschland: 116 116
  • Sperrung aus dem Ausland: +49 116 116 oder 0049 116 116
  • Alternativ aus dem Ausland: +49 30 4050 4050 oder 0049 30 4050 4050

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