Apple Kreditkarte
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 21. Mai, 2019 um 6:49 Uhr - Foto: Feodora Chiosea / iStock / Getty Images Plus

Eine Kreditkarte mit hoher Nachfrage: die Apple Card

Im Sommer 2019 kommt die Apple Kreditkarte auf den US-Markt. In den USA gab es erste Umfragen zu ihrer Nachfrage. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Kreditkarte wird ein echter Renner werden.

Zusammenarbeit mit Mastercard und Goldman Sachs

Bei der Apple Card handelt es sich um eine physische und auch virtuelle Kreditkarte, die das Bezahlen leichter, preiswerter und sicherer machen soll. Zweifelsohne verfolgen diese Ziele ebenfalls andere Kreditkartenherausgeber.

Um sie zu erreichen, arbeitet der US-amerikanische Konzern mit zwei anderen Branchenriesen zusammen: Mastercard und Goldman Sachs. Im Sommer 2019 kommt die Kreditkarte in den USA auf den Markt.

Wann sie von dort über den Atlantik nach Deutschland schwappt, ist noch unbekannt.

Schon jetzt sehr beliebt

Umfragen in den USA zufolge werden 24 % aller jungen Millennials und 22 % aller älteren Millennials eine Apple Kreditkarte beantragen. Doch in den USA besitzen zahlreiche Volljährige mehrere Kreditkarten, was den Umsatz der einzelnen Kreditkartenanbieter schmälert.

Daher wurde auch die Frage gestellt, wie viele die Apple Kreditkarte künftig primär nutzen werden. 50 % der jüngeren Millennials gaben an, die Kreditkarte mit dem Apfel wäre zukünftig ihre Hauptkreditkarte. Bei den älteren Millennials waren es gar 75 %.

Umso älter die Probanden waren, umso unwahrscheinlicher wurde, dass sie eine Apple Kreditkarte überhaupt beantragen würden.

Ein Zusatzprodukt zu Apple Pay und zur Wallet-App

Bei der Apple Card ist zu beachten, dass diese nur zusammen mit der Wallet-App und Apple Pay genutzt werden kann. In wenigen Minuten können Interessenten aus den USA die virtuelle Kreditkarte dort beantragen. Gratis. Zudem lässt sich die Kreditkarte ohne Gebühren einsetzen.

Ergänzend dazu schickt Apple dem Nutzer eine physische Kreditkarte zu, die futurisch im Design anmutet. Sie sieht sehr elegant aus, da sie aus Titan besteht und den Namen des Nutzers, das Firmenlogo Apple und einem Chip trägt. Mehr nicht.

Über eine NFC-Funktion verfügt die Karte nicht. Das Ablaufdatum, die Kartennummer und der CVC-Code sind in der Wallet-App hinterlegt, was zu einem Plus an Sicherheit verhelfen soll. Dort sind auch die Ausgaben und Kontoauszüge gespeichert.

In puncto Datenschutz versucht Apple ebenfalls aufzutrumpfen: So soll angeblich nur der Kunde wissen, was er mit der Karte gekauft hat. Seine Daten würden weder gesammelt noch für Werbezwecke verkauft werden.

Sie würden nur auf dem iPhone verarbeitet und gespeichert werden. Für mehr Sicherheit sollen die Face ID und die Touch ID sorgen. Eine der beiden Sicherheitschecks wird bei jedem Kauf abgefragt.

Wo ist der Haken?

Da bei der primären Zielgruppe von Apple – den Millennials – die Cashback-Funktion sehr beliebt ist, gibt es auch diese bei der Apple Card. Für jeden Kauf mit dieser Kreditkarte erhält der Nutzer eine automatische Gutschrift. Solche Vergütungen gehen zumeist mit einem Nachteil einher.

So ist es ebenfalls bei der Apple Card. In den USA werden die Überziehungszinsen extrem hoch sein. In Abhängigkeit von der Kreditwürdigkeit des Kunden schwanken sie zwischen 13,24 und 24,24 Jahreszins. Welche Konditionen die deutsche Variante der Apple Card haben wird, ist noch ungewiss.