Kreditkarten Schulden - USA
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 15. Mai, 2019 um 9:21 Uhr - Foto: iStock / Getty Images Plus

USA: Kreditkartengebühren bleiben hoch, Prämienpunkte sinken

In den USA – dem Mutterland aller Kreditkarten – sind die Kreditkartengebühren im Allgemeinen auf eine stattliche Höhe angestiegen. Teilweise kosten sie dem Besitzer gar mehrere Hundert US-Dollar pro Jahr.

Die Kaufzinssätze sind allerdings nur gering gesunken. Zum Nachteil der Nutzer sind ebenfalls die Prämienpunkte um mehr als ein stolzes Viertel gesunken. Ein Zahlenbeispiel: Erhielt ein Nutzer vor zwanzig Jahren für einen Kartenumsatz von 60.000 US-Dollar noch 257 US-Dollar gutgeschrieben, sind es heute nur rund 189 US-Dollar.

Preiserhöhung bei Kreditkarten trifft insbesondere Schuldner

Ein US-amerikanischer Finanzexperte offenbarte jüngst, dass Kreditkarten mit Bonusprogrammen sich eigentlich nur für die Nutzer lohnen, die monatlich ihre Kreditkartenzahlungen komplett begleichen.

Wer allerdings Kreditkartenschulden anhäuft und nicht jedem Monat pünktlich ausgleicht, der verliert langfristig durch die Verwendung von Kreditkarten mit Boni.

Warum? Die Gebühren für die Abbezahlung der Schulden sind zu hoch. Leider zeigt sich ein Blick auf die aktuellen US-Kreditkartengebote, dass sogar Karten ohne Boni mit Zinssätzen von stolzen 16,19 % auftrumpfen können.

Ein genauer Blick lohnt sich

Wer sich eine neue Kreditkarte zulegen möchte, der sollte die Kreditkartenangebote im Detail prüfen. Finanzexperten legen diesen Rat seit Jahren Verbrauchern ans Herz. Hierbei ist wichtig, die eigenen Präferenzen stets im Hinterkopf zu haben.

  • Was soll die Karte an Serviceleistungen bieten?
  • Soll es ein Vielfliegerprogramm sein?
  • Liegt der Fokus auf einen niedrigen Zinssatz?

Was auch immer im Vordergrund bei der Entscheidung steht, blind einen Kreditkartenvertrag zu unterschreiben, kann den Nutzer im Nachhinein teuer zu stehen kommen. Zudem sind weiterhin Kreditkarten mit einer niedrigen Verzinsung auf dem Markt.

Dazu gehört die Lite-Kreditkarte mit einem Zinssatz von lediglich 9,9 %. Für andere Kreditkarten der australischen Bank Westpac fallen Zinsen von mehr als 20 % an.

Erst kürzlich hatte das Finanzinstitut die Kreditkartenzinsen bei einigen seiner Kreditkartenangebote stark erhöht. Experten sehen darin den Wunsch nach Gewinnmaximierung.

Auch Augen auf bei der Kreditkartenwahl in Deutschland

Hohe Kreditkartengebühren können die Freude an dem Plastikgeld schnell trüben. Dies ist ebenfalls hierzulande bei einigen Kreditkarten zu spüren. Über 1.000 Kreditkartenangebote gibt es auf dem deutschen Markt, die sich teilweise drastisch voneinander unterscheiden.

Beliebt sind die sogenannten Revolving Cards, die dem Kunden eine Teilzahlungsfunktion erlauben. Doch Achtung: Die Raten für den aufgenommenen Kredit können sehr hoch sein. Ein näherer Blick auf diverse Angebote offenbart, dass vereinzelt Kreditzinsen von bis zu 25 % verlangt werden.

Wer eine Revolving Card möchte, sollte aus diesem Grund unbedingt auf die Abrechnungsmodalitäten achten. Scheinbar attraktive Tilgungspflichten mit niedrigen Raten können dafür sorgen, dass der Restbetrag mit hohen Zinsen abbezahlt werden muss.

Wie in den USA lautet daher auch in Deutschland die Regel: Am besten ist es, das Kreditkartenkonto stets umgehend auszugleichen. Ist dies nicht möglich, sollten die Schulden so schnell wie möglich getilgt werden.

Zudem sollte eine reguläre Kreditkarte nicht dazu genutzt werden, um mit ihr die Kreditschulden einer anderen Kreditkarte auszugleichen. Wer dies tut, befindet sich rasch in der Schuldenspirale nach unten.