Kreditkarte Smartwatch
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 9. August, 2018 um 9:28 Uhr - Foto: Thinkstock / Halfpoint

Mit Visacard per Fitbit-Smartwatches Ionic und Versa einkaufen

In einer Pressemeldung verkündete der Finanzdienstleister Visacard, dass es ab sofort für Visa Kreditkartenkunden in Deutschland möglich sei, kontaktlos mit den Fitbit-Smartwatches Ionic und Fitbit-Smartwatches Versa zu bezahlen.

Als erste deutsche Bank offeriert dies die BW-Bank. Sie hat eine Kooperation mit Fitbit PayTM. Mit dieser Partnerschaft steht sie nicht alleine dar, denn bereits über 100 Finanzinstitute in 16 Ländern ist diese Geschäftsbeziehung eingegangen.

Kontaktloses Bezahlen – ein stark ansteigender Trend

Nach Aussagen des Handelsverband HDE ist davon auszugehen, dass bis Dezember 2018 80 % aller deutschen POS-Terminals ein kontaktloses Bezahlen ermöglichen. Visa ist mit dabei und erlaubt diese innovative Bezahlform via Smartphone und Wearables wie der revolutionären Fitbit Versa.

Ein physischer Geldbeutel wird damit überflüssig. Kunden der BW-Banken mit Visa-Kreditkarte oder MercedesCard ist es möglich, ganz einfach ihre Kreditkarten mittels der Fitbit-App hinzuzufügen. Die App ist für Android, iOS und Windows erhältlich.

Regionalmanager Albrecht Kiel von Visa betont, welcher Umbruch gerade bei den Bezahlarten stattfindet. Einst gab es Plastikkarten und nun Wearables.

Der Kreditkartenkonzern Visa würde diese Innovationen noch vorantreiben, um den Kunden ein noch besseres und schnelleres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Zudem würde schon an Lösungen gearbeitet werden, die auf das Bezahlen mit Wearables folgen. Diese seien aber noch längst nicht ausgereift.

Hohe Sicherheitsstandards dank Token

Der Visa Token Service erlaubt hohe Sicherheitsstandards bei Transaktionen mit Fitbit PayTM. Dadurch ist das Bezahlen mit der Smartwatch ebenso sicher wie mit der realen Visa Karte. Der Token ersetzt die eigentliche Kartennummer durch einen Digital-Token.

Der Händler erhält im Rahmen des Bezahlvorgangs damit den Token und nicht die Kartendaten. Darüber hinaus tippt der User bei Einrichtung des Systems einen PIN ein, der ihn vor nicht autorisierten Bezahlungen schützt.

Alle 24 Stunden wird der PIN abgefragt, oder sobald die Smartwatch vom Handgelenk gelöst wird. Geht die intelligente Uhr verloren oder wird gestohlen, kann der verknüpfte Token sofort gesperrt oder deaktiviert werden.

Der Vorteil davon: Die Visa Kreditkarte muss nicht gesperrt und anschließend ausgewechselt werden.

Zeitsparende Wearable

Bisher nutzen noch nicht viele Deutsche die Wearables. Dies dürfte sich in den nächsten Monaten rasant ändern. Das Interesse daran ist immens, denn eines wissen laut einer Umfrage viele Verbraucher bereits: Das Bezahlen mit Wearables wie Smartwatches geht deutlich schneller.

Auch der Token Service ist als positiv bewertet worden, da er eine hohe Sicherheit vor Datenklau und Kreditkartenmissbrauch verspricht. Dies sind zwei Themenbereiche, die deutschen Konsumenten besonders stark am Herzen liegen.