Das kaufen Kreditkartenbetrüger mit gestohlenen Kartendaten am liebsten
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 25. Juli, 2018 um 12:43 Uhr - Foto: Thinkstock / Ximagination

Kreditkartendatenklau: fünf aktuelle Methoden der Betrüger

Die Kreditkartenherausgeber versehen ihre Kartenangebote mit immer fortschrittlicheren Technologien. Jedoch nimmt auch die Technologie der Trickbetrüger zu, die Kreditkartendaten zu klauen. Manchmal benötigen sie dafür nur Sekunden.

Trick 1: Die List mancher Kellner und Verkäufer

Der Kellner oder Verkäufer gibt vor, mit der Kreditkarte zu einem Bezahlterminal zu müssen, der außerhalb des Blickfeldes des Kunden liegt. Dort holt er einen kleinen Skimmer heraus, der kaum größer als ein Eiswürfel ist. Dieser liest die Kartendaten. Fertig.

Trick 2: Abgelegt und ausgetrickst

Bei diesem Trick lässt sich eine ganze Reihe an Kreditkartendaten klauen, weswegen er sehr beliebt ist. Allerdings bedarf er ein wenig Aufwand, weshalb ihn gern zwei Personen zusammen durchführen.

Das Betrügerpaar tauscht mithilfe eines smarten Ablenkungsmanöver in einem stark frequentierten Geschäft das eigentliche Kartenlesegerät mit einem modifizierten Gerät aus. Dieses führt die Zahlungen durch, aber sammelt auch die Kartendaten der Kunden.

Stunden später kommt das Duo zurück ins Geschäft und wechselt das Kartenlesegerät erneut aus. Niemand hat etwas gemerkt und niemand weiß später, wo der Datenklau stattfand.

Trick 3: via Bluetooth

Bluetooth ist eine magische Technologie, die jedoch auch Tücken bietet. Trickbetrüger montieren an unbemannten Geldautomaten und Kartenlesegeräten gern einen Skimmer, der kaum zu entdecken ist. Von dem Skimmer geht ein Bluetooth-Signal aus, welches einen Laptop in der unmittelbaren Umgebung erreicht. Über das Signal empfängt der Rechner die Kreditkartendaten.

Trick 4: Malware

Computerexperten sind sehr gut darin, immer wieder neue Malware zu entwerfen, mit denen sich Kreditkartendaten aus dem Internet abfangen lassen. Oft handelt es sich um Malware, die über ehrliche Webseiten mit geringen Sicherheitsvorkehrungen gespielt wird.

Klickt ein User auf diese Webseite, lädt er automatisch die Malware herunter, die wie ein Spionageprogramm arbeitet. Auch in öffentlichen Internetcafés kann die Malware auf den Rechner sein. Dort speichert sie alle Informationen, die in den Computer eingegeben werden. Vorsicht ist zudem bei Anhängen geboten, die per E-Mail versendet werden.

Trick 5: Kreditkartendaten zu Discountpreisen kaufen

Wer hätte es gedacht? Gestohlene Kreditkartendaten lassen sich auf dem Schwarzmarkt für wenig Geld kaufen. Je nach Herkunftsland der Karte fallen Kosten von nur rund acht oder 18 Euro an. Zumeist handelt es sich um Daten, die per Skimming gewonnen werden. Der Betrüger nutzt die Daten, um Waren oder Dienstleistungen zu kaufen.

Guter Schutz ist wichtig

Niemand muss Angst haben, eine Kreditkarte zu nutzen. Bei Missbrauch zahlt immerhin die Bank. Um dieses Ärgernis jedoch zu vermeiden oder zumindest einzugrenzen, sollte jeder Kunde eine Alarmfunktion einstellen.

Wird die Kreditkarte genutzt, sollte sofort eine Nachricht aufs eigene Smartphone gehen. Zusätzlich ist es wichtig, den eigenen Account stets nach missbräuchlichen Zahlungen zu checken. Sind unautorisierte Zahlungen dabei, muss die Karte umgehend gesperrt werden.