Modern payment
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 5. Juli, 2018 um 10:17 Uhr - Foto: Thinkstock / ©shironosov

Google Pay: Smartphone wird zur Kreditkarte – und mehr

Google Pay stellt sich die nahe Zukunft des Bezahlens so vor: Der Verbraucher bezahlt kontaktlos im Geschäft mit seinem Smartphone. Die Kreditkarte bleibt zuhause und die Rechnung erhält der Konsument per App. Doch Google Pay verspricht, dass der Dienst dem Kunden noch mehr bietet.

So kann der Verbraucher Google Pay einsetzen

Der Google-Pay-Dienst ist mit dem Google-Konto verbunden. Der Kunde hinterlegt dort seine Lieferadresse und seine Bezahlinformationen. In allen von Google Pay teilnehmenden Onlineshops und in der App kann er nun mit nur ein paar Klicks seinen Einkauf tätigen. Neben der Zahlungsmodalität Kreditkarte bietet Google Pay zudem die Bezahloptionen Bankeinzug und Rechnung an. Einige Banken unterstützen ebenfalls das kontaktlose Bezahlen mit Google Pay. In diesem Fall kann der Kunde die Kreditkarte direkt mit seinem Android-Smartphone verbinden. An der Kasse im Ladengeschäft wird nur das Smartphone oder wahlweise die Smartwatch gezückt, um sie an den Bezahlterminal zu halten. Fertig.

Diese Banken offerieren ihren Kunden das kontaktlose Bezahlen

Einige Banken sind bereits eine Kooperation mit Google Pay fürs kontaktlose Bezahlen in Ladengeschäften eingegangen. Dies sind: Commerzbank, Comdirect, N26 und der Bezahldienstleister Boon. Die Landesbank Baden-Württemberg und Revolut haben ebenfalls versprochen, diese Dienstleistung anzubieten.

Weitere Finanzdienstleister sollen nach Ansicht von Google Pay folgen. Wenn die eigene Bank noch nicht Partner von Google Pay ist, entfällt die kontaktlose Bezahlmöglichkeit im stationären Einzelhandel. In Onlineshops und über Apps ist das Bezahlen mit Google Pay in Verbindung mit einer Visa-Kreditkarte oder MasterCard jedoch möglich.

Sicherheit und Datenschutz

Der Punkt Sicherheit beunruhigt vor allem deutsche Verbraucher. Google Pay ermöglicht Zahlungen in einer Maximalhöhe von 25 Euro, sofern das Smartphone ans Lesegerät gehalten wird. Ist die Rechnung höher, ist ein Smartphone-Sperrcode oder ein Fingerabdruck zusätzlich erforderlich. Erst im Anschluss wird die Transaktion freigegeben. Wer sein Telefon verleiert, kann über Google «Mein Gerät finden»-Funktion die Sperrung einleiten. Den Punkt Datenschutz sieht Google Pay nach eigenen Angaben als sehr wichtig an.

Keine Bezahldaten werden für Werbezwecke oder zur Bildung von Profilen weitergegeben oder gesammelt. Alle angegeben Daten werden nur für die Kaufabwicklung genutzt. Auch die teilnehmenden Banken geben keine weitergehenden Informationen an Google Pay weiter.

Das kostet Google Pay

Ein intensiver Blick in die Geschäftsbedingungen und Konditionen von Google Pay offenbart, dass dieser Bezahldienst tatsächlich kostenfrei ist. Google Pay nimmt pro Transaktion von dem Kunden keine Kommission. Nach eigenen Angaben der Partnerunternehmen zahlen ebenfalls sie keinerlei Gebühr für den Einsatz von Google Pay. Wo steckt der Gewinn für Google Pay? Es ist ein indirekter Gewinn. Google Pay kann bewirken, dass der Verbraucher weitere Dienste von Google stärker in sein Alltagsleben integriert.