NFC -Technik: Ist diese Bezahllösung sicher?
Veröffentlicht von Oliver Polenz in News am 20. November, 2015 um 13:55 Uhr

NFC -Technik: Ist diese Bezahllösung sicher?

In immer mehr deutschen Geschäften gibt es Bezahlterminals mit NFC-Technik. Aldi Nord hat damit schon 2.400 Filialen ausgestattet. Doch viele Deutsche trauen dieser neuen Technik noch nicht. Ist dies begründet?

Ein Abfangen der Daten schwierig

Einige Smartphones und etliche Kreditkarten besitzen bereits die NFC-Technologie. Dank des NFC-Chips lassen sich Daten per Funk an den Bezahlterminal weitergeben. Einige Verbraucher ängstigen sich vor einem Abfangen der Daten.

Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da zur Datenübertragung eine direkte Nähe von rund 4 cm zwischen dem Gerät und dem Handy bzw. der Kreditkarte bestehen muss.

Ohne PIN sind höhere Rechnungsbeträge unmöglich

In Deutschland muss keine PIN bei der Bezahlung via NFC-Technik eingegeben werden, wenn der Rechnungsbetrag bei unter 25 Euro liegt. Sollte die Kreditkarte oder das Smartphone gestohlen werden, ist der Missbrauch somit stark eingeschränkt.

Fällt dem Verbraucher der Verlust seines Handys oder seiner Karte auf, kann er sofort eine Sperrung veranlassen. Dadurch lassen sich keine Zahlungen mehr mit dem Smartphone oder der Kreditkarte durchführen.

Geringe Gebühren können anfallen

Je nach Anbieter können durch das Bezahlen via NFC Gebühren anfallen. Die SmartPass-App von Vodafone beispielsweise ist kostenpflichtig. Rund 10 Euro müssen dafür jährlich eingeplant werden, sofern der Jahresumsatz unter 600 Euro liegt.

Bis Ende 2015 ist die Nutzung von MyWallet von der Telekom kostenfrei. Danach fallen Gebühren von knapp einem Euro pro Monat an. Außerdem können noch zusätzliche Gebühren für das Aufladen und Transaktionen anfallen.

In Zukunft wird sich der Konkurrenzdruck in diesem Sektor jedoch erhöhen, was vermutlich zu einer Reduzierung der Preise beitragen wird.


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